Mal ein Wort zu Vermietungen

In der letzten Zeit ist es zu einigen bemerkenswerten Ereignissen bei Vermietungen des Jugendhauses gekommen.

Deshalb hier kurz, wie wir uns eine Vermietung vorstellen:

Der Mieter bekommt den Schlüssel übergeben, zahlt die Kaution, übergibt nach der Vermietung das Jugendhaus wieder so wie er es vorgefunden hat, gibt den Schlüssel zurück und bekommt seine Kaution ausgehändigt.

Genauso hat dies über Jahre recht gut funktioniert. Natürlich kann mal etwas kaputt gehen. Dann kann man mit uns reden, sorgt dafür, dass der Schaden beseitigt wird und die Sache ist erledigt.

Wie wir uns eine Vermietung nicht vorstellen:

Zum Übergabetermin ist das Jugendhaus noch nicht übergabebereit und es ist auch noch kein Land in Sicht, wann es denn soweit sein könnte.

Beim nächsten vereinbarten Termin, am Folgetag, erscheint der Mieter nicht, dafür stehen aber, obwohl niemand im Haus ist, die Fenster offen, die Rollläden sind oben, die Heizung läuft volle Pulle und drinnen sieht es immer noch aus, als hätten Vandalen gehaust.

Wir finden es ebenfalls nicht nett, wenn man, während der Vermietung, im Innenraum unsere Türen einschlägt, bzw. eintritt und wenn man die Heizung in der Küche als Leiter benutzt, um dort aus dem Fenster zu steigen und dabei die Heizung aus der Verankerung reißt.

Ein Ansprechpartner wäre nett

Wenn der Mieter dann vollends abtaucht und wir über Google, Facebook und Telefonbuch im Internet dann erst mal Querverbindungen zu möglichen Verwandten recherchieren müssen, wird die Lage dann langsam pikant.

Hat man nun mit etwas Glück einen Verwandten, z.B. einen Großvater des Mieters, ausfindig gemacht, der einem dann die Mobilnummer des Vaters des, wohlgemerkt volljährigen Mieters, gibt, trägt dies vermutlich nicht zum innerfamiliären Hausfrieden bei. Werden dann weitere Termine, zur Beseitigung der Schäden, verstreichen gelassen, während wir zur vereinbarten Zeit umsonst im Jugendhaus warten, finden wir das auch ein wenig unambitioniert.

Alles wird gut?

Sollte nun der Mieter, wider Erwarten, doch plötzlich aus der Versenkung auftauchen und zusichern, die Schäden, nun nach knapp einer Woche, zu beseitigen, sind wir immer noch positiv überrascht. Noch positiver überraschter sind wir, wenn der Mieter dann auch wirklich am nächsten Tag mit Freunden anrückt und wenigstens erst mal putzt. Noch positiver erstaunt ist man auch, wenn unerwartet ein Eimer Farbe zum Einsatz kommt, um die neuerlichen Fußabdrücke an den Wänden, z.B. dem Ausstieg durchs Küchenfenster, zu entfernen. Auch, dass auf einmal neue Türen im Jugendhaus stehen, zwar noch nicht eingebaut, aber immerhin – das steigert die Laune erheblich.

Auch erfreulich ist wenn sich eine einst Mitfeiernde, die die Schäden vermutlich nicht zu verantworten hat, als Ansprechpartnerin in der Sache anbietet und am Folgetag sogar noch ihren Vater mitbringt, da sie wohl erkannt hat, dass die Sache irgendwie langsam aus dem Ruder läuft. Auch sie dürfte da anfänglich in Erklärungsnotstand geraten sein.

Man könnte nun meinen: Alles wird gut. Denkste!

Aber da geht noch was

Als wir, ge­recht­fer­tig­ter­wei­se, eine Mail von unserer Ortsbürgermeistern erhalten, dass der Hang unter dem Jugendhaus zugemüllt ist, sinkt die Stimmung wieder dramatisch. Bei unseren vorherigen Abnahmeversuchen und Treffen zu dem Thema im Jugendhaus war es, jahreszeitlich bedingt, dunkel. Und wer die Örtlichkeit kennt, kann sich vorstellen, dass man da Müll im Wald nicht sieht,

Wir hatten natürlich darauf hingewiesen, dass man den Müll einer Feier doch bitte mitnehmen möchte, da wir am Jugendhaus keine Mülltonne haben. Leider hat man uns dabei anscheinend missverstanden. Wir meinten eigentlich bis zur nächsten Mülltonne mitnehmen und nicht 20 Meter mitnehmen und dann, die sorgsam gepackten blauen Säcke, den Hang hinunter werfen. Diese Säcke sind nun mal nicht so robust und reißen gerne mal auf, wenn sie mit einem Baum kollidieren, sodass sich der Müll dann im Hang verteilt. Wenn dies geschieht, ist es recht unangenehm wenn jemand den Müll erneut stundenlang im Steilhang, im Nieselregen, knapp über dem Gefrierpunkt, aufsammeln und dann bei Freunden und Bekannten nachfragen muss, ob sie denn vielleicht noch Platz in der grauen Tonne haben. Jemand waren in diesem Fall wir, also der Verein.

Nun ist das Jugendhaus, im Bezug auf Vermietungen, recht gut frequentiert. Einen alten Plastikbecher kann man folglich nicht sofort einer bestimmten Vermietung zuordnen. Freundlicherweise dachte unser Mieter an uns. Da es sich um eine Geburtstagsfeier handelte, überließ er uns, mit seinem Namen beschriftetes, Geschenkpapier im Hang. Damit war der Verursacher des illegal entsorgten Mülls evident.

Und sollte man es auch vorher nicht für möglich gehalten haben: Auch ein Verein kann Rechnungen schreiben.

Im Hamsterrad

Wenn man nun versucht diesen neuerlichen Vorfall, mit der sich freundlicherweise selbst als Ansprechpartnerin benannten Bekannten des Mieters, zu besprechen, diese auch reagiert, aber unser Mieter anscheinend nun endgültig abtaucht, geht das ganze Spiel wieder von vorne los.

Der Vater des Mieters ist dann immer weniger begeistert, wenn man ihn erneut belästigt und auch ein anderer Vater eines damals Mitfeierenden, mit handwerklichen Geschick, der vom Vater des Mieters gebeten wird sich der Sache anzunehmen, weil er selbst räumlich unabkömmlich ist, is not amused. Auch dieser ehemals Mitfeiernde wird zu Hause Fragen zu beantworten gehabt haben, die es bei einem anderen Verhalten des Mieters nicht gegeben hätte.

Nun kann man auch mal Glück haben und auch dieser Vater kümmert sich. In wenigen Tagen sind die schon besorgten Türen getauscht, da einige vom Anschlag und der Breite nicht passten. Genauso schnell sind sie dann auch eingebaut.

Nun sind vier Wochen vergangen und diese Vermietung ist immer noch nicht ganz ausgestanden.

In eigener Sache

So stellen wir uns eine Vermietung nicht vor.

Bitte lasst die Hütte stehen!

Was uns am meisten ärgert ist das „Abtauchen“ des Verantwortlichen. Was uns jedoch beeindruckt hat, ist die Solidarität unter den Jugendlichen und den jungen Erwachsenen. Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, wenn jemand freiwillig Verantwortung übernimmt. Um so bedauerlicher ist es, wenn jemand mit dem Versuch scheitert, weil der Rest anscheinend nicht mitzieht.

Es kann immer mal was aus dem Ruder laufen. Es können Schäden entstehen, aber nichts ist irreparabel. Niemand wird Euch / Ihnen dafür den Kopf abreißen. Vieles kann man auch in Eigenleistung, also auch ohne finanziellen Aufwand, wieder reparieren, aber wegducken ist keine Lösung.

Der Verein finanziert sich durch geringe Mitgliederbeiträge und durch die Vermietungen. Sonstige Einnahmen sind nicht vorhanden. Um das Jugendhaus zu unterhalten, geht das gerade so Null auf Null auf. Daher sind auch sonst keine großen Sprünge drin. Alle Mitglieder bringen sich ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung ein.

Wir freuen uns Euch / Ihnen das Jugendhaus für feiern und Veranstaltungen so kostengünstig überlassen zu können, aber man sollte bitte bedenken, dass der nächste Mieter das Gebäude auch gerne so vorfinden möchte, wie es vorgefunden wurde.

Neuer Vorstand

Am 18.08.2017 wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Hier die neuen / alten Vorstandsmitglieder:

1. Vorsitzende: Astrid Sander
2. Vorsitzender: Günter Malkmus
Kassierer: Leonhard Gerharz
Schriftführer: Holger Rückershäuser

Da gerade einige Gerüchte zu unserem Verein im Umlauf sind, hier das Wichtigste in Kürze:
– Der Verein wird nicht aufgelöst
– Das Jugendhaus am alten Sportplatz wird nicht verkauft oder steht anderweitig zur Disposition
– Wir vermieten das Jugendhaus weiter zu den bisherigen Bedingungen
– Anfragen zur Vermietung nimmt wie gewohnt Leo Gerharz in der Kaul (Gaststätte “Zum Wiesengrund”) entgegen.

Ausgleichsmaßnahme nachgebessert

Der Verein hatte zum Bau des Jugendhauses durch die Untere Naturschutzbehörde des Rhein-Lahn-Kreises die Auflage einer Ausgleichsmaßnahme erhalten Obstbäume zu pflanzen. Dem sind wir vor zwei Jahren nachgekommen (siehe Galerie). Bei einer Überprüfung der Behörde wurde nun festgestellt, dass leider nicht alle Bäume ordnungsgemäß angegangen waren.
Dieser Mangel wurde nun beseitigt. Vielen Dank an Günter Malkmus und Dieter Zahlten, der neben seiner Arbeitskraft auch sein Fahrzeug mit Anhänger zur Verfügung stellte.

Baum-nach1 Baum-nach2

Flyer am Rathaus

Mit freundlicher Genehmigung unserer Bürgermeisterin Marlene Meyer stehen unsere Flyer zur Vermietung des Jugendgebäudes jetzt auch direkt vor dem Rathaus zur Verfügung. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei der DEVK, in Person Lars Malkmus, bedanken der den Druck der Flyer durch sein Sponsoring ermöglicht hat.

flyer-rathaus

Auf das Bild klicken um den Flyer anzusehen

Mayflower Helferfest

Am 19. September fand am Alten Sportplatz das Helferfest zum vorangegangenen Mayflower-Festival statt. Walter Huber hat mal wieder perfekt organisiert. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Schön wars.

P1120901

Um zur Galerie zu gelangen, auf das Bild klicken.